Oxithermie
 
  Wärmezufuhr von außen ist seit Jahrhunderten nicht nur eine geschätzte Methode Wohlbefinden und Behaglichkeit zu erzeugen, sondern auch Schmerzen zu lindern, Krankheitsverläufe zu beeinflussen und die Abwehrkräfte des Körpers zu unterstützen. Hinzu kommt, dass der Körper nur eine effektive Energieproduktion bei optimalem Sauerstoffangebot durchführen kann, so dass Wärme und Sauerstoff in Kombination sich optimal ergänzen.  
 
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Allgemein
 
  Wozu eine Oxithermie-Behandlung?
Die Oxithermie ist eine Therapieform, welche gleich zwei wissenschaftlich gut untermauerte und bewährte Naturheilverfahren miteinander verbindet.

Es handelt sich um ein erprobtes, hochentwickeltes und non-invasives Therapieverfahren, bei welchem eine Ganzkörpererwärmung mit Sauerstoff-Inhalationen entsprechend dem Mehrschritt-Konzept nach Prof. von Ardenne kombiniert wird.
Durch die Kombination von Wärme und Sauerstoff werden die bekannten guten Ergebnisse der Sauerstoff-Therapie nicht nur intensiviert beziehungsweise verbessert, sondern neue Anwendungssgebiete erschlossen. Dies gilt in besonderem Maße für Erkrankungen und Schmerzzustände des Stütz- und Bewegungsapparates.

 
Patientin direkt vor Beginn der Behandlung

Patientin während der Oxithermie-Behandlung
 
 
 
 
 
 
  Der Vorgang an und für sich besteht darin, dass zunächst die Temperatur der äußeren Körperschale an die Körperkerntemperatur angeglichen wird. Im Anschluß daran erfolgt eine weitere Erhöhung der Temperatur, wodurch die Durchblutung im gesamten Körper steigt und es zu einer Erhöhung der Körperkerntemperatur kommt (vergleichbar mit einem künstlichen Fieber). Die anzustrebende Kerntemperaturerhöhung liegt bei ca. 38° C bis ca. 39° C.

Die körperweite Durchblutungserhöhung verbessert den Transport von Sauerstoff und Stoffwechselprodukten. Stoffwechselvorgänge und Ausscheidungsfunktionen werden mit zunehmender Körpertemperatur beschleunigt.
Die gleichzeitige Inhalation von konzentriertem Sauerstoff (90 prozentig) während der Wärmebehandlung steigert einerseits die Verträglichkeit der thermischen Belastung, andererseits verbessert sich die Durchblutung nochmals.

Durch die komplexen Wirkungen der Erhöhung von Körpertemperatur und Sauerstoffversorgung werden bei verschiedenen Krankheitszuständen Behandlungserfolge erreicht, die sich anderen Therapiemaßnahmen gegenüber weitgehend resistent verhalten.
 
 
  Anwendungsgebiete
Die Oxithermie erschließt im niedergelassenen Praxisbereich Anwendungsgebiete, die bisher vorwiegend dem stationären Bereich vorbehalten waren. Dies gilt insbesondere auch für Schmerzerkrankungen verschiedener Art:
- Chronische Rückenschmerzen
- Rheumatische Erkrankungen
- Verspannungen tiefliegender Muskulatur
- Regeneration bzw. Rehabilitation im Sport
- Asthma bronchiale
- Neurodermitis und andere allergische Erkrankungen
- Entgiftung
- Bluthochdruck
- Chronische Entzündungen
- Schmerz- und Immuntherapie bei der Krebsbehandlung


 
 
 
 
 
 
 
 
Durchführung
 
  Wie führt der Arzt die Behandlung durch?
Der Patient wird unbekleidet in Rückenlage auf einer Netzliege platziert und zur Verminderung von Wärmeverlusten mit einem Tuch und einer Wärme reflektierenden Folie zugedeckt, wobei der Kopf außerhalb der Abdeckung auf einer Unterlage ruht.
Dabei inhaliert der Patient über eine Einwegmaske Sauerstoff entsprechend dem Mehrschritt-Konzept nach Prof. von Ardenne.

Die Erwärmung des Patienten ist individuell unterschiedlich und nicht ausschließlich von seiner Körpermasse, sondern auch von anderen Faktoren wie z.B. seinem Schwitzverhalten abhängig.

Die Anwendungszeit liegt in der Regel bei 30 Minuten pro Sitzung, in Einzelfällen bei ausgewählten Anwendungsfällen bis 60 Minuten. Eine Behandlungsphase sollte 5 Einzelsitzungen umfassen und möglichst zusammenhängend absolviert werden.
 
 
 
 
 
 
 
   
 
Kosten
 
  Eine Oxithermie-Behandlung wird mit dem Arzt direkt abgerechnet, da die Krankenkassen nicht für dieses Therapieverfahren aufkommen.

In der Regel kann pro Sitzung mit 60 - 80 EUR gerechnet werden, somit würde eine Behandlungsphase mit 5 Sitzungen zwischen 300 und 400 EUR kosten.

Die in Ihrem individuellen Fall anfallenden Kosten erfragen Sie bitte direkt bei Ihrem behandelndem Arzt.
 
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Links
   
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Literatur
   
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